Willkommen 2019 – Abschied von Altem, Freude auf Neues

Manchmal habe ich das Gefühl wir drehen uns, zirkulieren immer wieder aufs Neue, bewegen uns ohne Linie, ohne Halt. Dann immer frage ich mich, wo und wer ich bin, in den Momenten in denen mein Firnament ohne Sinn sich dreht, ohne Halt sich bewegt.

– H.R. 2.1.2018

Lange haben du und ich nicht korrespondiert. Viel zu lange ist es nun schon her, dass ich Zeilen geschrieben und hier online gestellt habe.

Um ehrlich mit dir und mir zu sein, saß ich oft hier am Computer und überlegte mir zu schreiben, habe Worte und Satzkonstruktionen gebildet, nur um mich dann zu fragen: „Wen interessiert das eigentlich? Wen geht mein Denken gerade etwas an? Eigentlich niemanden. Die Gedanken sind gerade nur für mich bestimmt.“ So habe ich mich in den vergangenen Wochen immer wieder in meinem Denken gedreht, war von Gefühlen die ich nicht kannte verwirrt und zirkulierte immer aufs Neue um Verwirrung und Unklarheiten herum.

Und so hat sich Veröffentlichen – hier auf dieser wundervollen Plattform – irgendwo falsch angefühlt, da es Überlegungen waren mit denen ich mich auseinandergesetzt habe, die nur mich etwas angingen und die einen Außenstehenden wohl verwirrt oder gar gelangweilt hätten. Vielmehr habe ich dafür Gespräche mit den Personen meiner engsten Freundeskreise vollzogen, die Stunden andauerten und bei denen einander in die Seele geblickt wurde. Sowohl mir als auch ihnen.

Doch hier bin ich und schreibe an dich. Ich hoffe, dass du deine letzten Monate ganz wundervoll verbracht, kleine Ärgernisse schnell verarbeitet, tiefem Schmerz die Möglichkeit zur Heilung geschenkt und die Freuden dein gesamtes Fühlen sowie Denken durchfließen hast lassen. Komisch oder? So sitzen wir nun hier zwei Tage nach Silvester, zwei Tage nun im neuen Jahr, doch nur 2 Tage entfernt von Altem was uns so viel Gelächter als auch frustrierte Mienen geschenkt hat. So ist Weihnachten wie alle Jahre zuvor im gefühlten Marathon des Essens – Start – des Schenkens – schneller – des zu sich selber Findens – Ziel – in Sekunden vorübergezogen und hat uns wie schon aus der Vergangenheit bekannt, weniger an Freude und Seligkeit gegeben wie wir zuvor vielleicht wieder einmal gehofft hatten. Denn keine Familie, keine zwischenmenschliche Bindung verzichtet nur wegen Geburt eines jahrtausendealten Heiligen auf Diskussion oder auch Streit am „Abend vollkommener Seligkeit“.

Und doch sitzen wir hier, im neuen Jahr. Während so manch Vergangenes noch an uns hängt, nicht lockerlässt vom Denken – wie könnte es auch, denn Silvester ist ja auch nur eine Illusion des Kalenderblatts – so haben wir doch alle irgendwo ein neues Funkeln im Blick. Auch wenn Neujahr faktisch nur auf dem Papier existiert, so bringt dieser metaphorische Neubeginn doch Hoffnung mit sich, die wiederum Energie beinhaltet. Und so lasst uns doch diese Kräfte verstehen und nutzen um 2019, die kommenden Tage und Monate schön zu machen, lebendig. Mit so mancher Tiefe nach unten gezogen, doch so vielen Höhen über die Weiten des Horizontes hinaus.

Xx H.R.

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